Heute morgen wurde im Simplify-Newsletter das Thema "Entspanntes Bahnfahren" angerissen.
Einem der dort gegebenen Tipps möchte ich vehement widersprechen. Und zwar wird für Menschen auf der Suche nach Ruhe empfohlen nicht in den Pendelzeiten zu fahren - also nicht vor 9 und nicht zwischen 16 und 19 Uhr.
Meine Erfahrung sagt etwas völlig anderes. Wenn auch Nachmittags die Berufspendler scheinbar alle noch ihre 1.500 Restworte des Tages loswerden oder die wichtigen Handytelefonate im Ruheabteil absolvieren müssen, so ist deren Gegenwart doch erheblich entspannter als schreiende Kinder, verzweifelte Eltern, Nerven verlierende Urlauber, Verspätung (erstaunlicherweise häufiger außerhalb der Pendelzeiten!) und so weiter. Die "Amateuer" außerhalb des Pendelpublikums können mit den Begriffen Ruhebereich, Comfort-Kunden-Sitzplätze und "Erst aussteigen lassen, dann reinquetschen" selten etwas anfangen. Da wird auf Teufel komm raus gemeckert, gejammert, gebrüllt, gesoffen... ich übertreibe nicht.
Und das ist alles im ICE. Also in einem eher etwas teureren Verkehrsmittel.
Also. Mein Simplify-Tipp wäre: Fahrt unbedingt früh morgens zwischen 6 und 8 im Fernverkehr - da schlafen 80% der Pendler und der Rest will Ruhe haben. Das einzige wirkliche Stressige sind die Renn-Olympiaden am Zielbahnhof, gerade in Frankfurt - die Bahnsteige sind zu eng und die Leute sind zu unhöflich. Das ist fast wieder wie Autofahren.
Aber bitte tut das keinesfalls, wenn ihr unerzogene Kinder, redewütige Partner oder eine supertollen Klingelton habt.
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Mittwoch, 27. Juni 2012
Donnerstag, 21. Juni 2012
Wie verkackt man innerhalb von 2 Sekunden?
Wenn du dich schon mal gefragt hast, wie du es innerhalb von 2 Sekunden bei ungefähr 50 Menschen aber sowas von verkacken kannst, hier die Antwort.
Man nehme:
Ein Auto, 30.000 EUR, kaputte EC-Karte, 20.00 EUR, Sitzplatz im Ruhebereich, 4 EUR, mit 50 Leuten verkacken - unbezahlbar.
P.S. Das Beste daran war, dass etwa 7 Leute gleichzeitig den Mann angeblöckt haben und er innerhalb von 10 Sekunden seine Stimme von "Marktschreier" auf "Flüstermaus" reduziert hatte. Geht doch ;)
Man nehme:
- eine kaputte EC-Karte
- kein Bargeld
- ein Auto
- einen Platz im Ruhebereich
- ein Handy
- fahre Auto in Parkhaus
- benutze EC-Karte mit Zahlterminal, Automat meint EC-Karte kaputt
- benutze Augen mit Geldbeutel, Geldbeutel enthält: nichts
- benutze Charme mit Passanten, Passenten flüchten
- gehe zu Bahnsteig
- gehe auf reservierten Platz im Ruhebereich
- warte, bis alle eingeschlafen sind oder lesen
- benutze Handy mit Ohr
- BRÜLLE INS TELEFON "JAAAAAAAAAAAHAHAAA HIER XYZ ICH HAB HEUTE MORGEN MEIN AUTO..."
- Menschenmasse schreckt hoch
- Menschenmasse schaut böse
Ein Auto, 30.000 EUR, kaputte EC-Karte, 20.00 EUR, Sitzplatz im Ruhebereich, 4 EUR, mit 50 Leuten verkacken - unbezahlbar.
P.S. Das Beste daran war, dass etwa 7 Leute gleichzeitig den Mann angeblöckt haben und er innerhalb von 10 Sekunden seine Stimme von "Marktschreier" auf "Flüstermaus" reduziert hatte. Geht doch ;)
Freitag, 15. Juni 2012
Begegnung
Heute morgen stehe ich wie immer in Gedanken am Bahnsteig und nippel an meiner Laugenstange.
Plötzlich spricht mich eine weibliche Stimme von der Seite an, ob sie mich mal kurz stören dürfe. Ich denke schon "neue Masche vom Bettler" und drehe mich um.
Wie sich herausstellte war das eine junge Frau, die offensichtlich das erste mal im Fernverkehr der Bahn unterwegs ist.
Will wissen, wie sie herausfinden kann, wo ihr Wagen gleich stehen wird und wirkt generell sehr nervös, wie das alles so laufen wird.
Natürlich erkläre ich das Notwendige und wir kommen darüber hinaus ins Gespräch. Sie hat erst gestern das Ticket gekauft und dafür gute 230 EUR hingelegt - wow... da will aber jemand wirklich nach München ;) Und dann sind wir eben vom Hölzchen aufs Stöckchen und von links nach rechts.
Das waren sehr angenehme 20min heute morgen. So darf der Tag gerne jeden Tag losgehen. Leider saßen wir nicht im selben Wagen, wäre sicher ganz nett geworden.
Immerhin weiß ich jetzt auch, dass in der Skihalle ab etwa 3 Uhr Nachts noch die "Reste" abhängen, die noch niemandem zum Nachhausenehmen gefunden haben - falls ich mal wieder Single und total verzweifelt sein sollte.
Plötzlich spricht mich eine weibliche Stimme von der Seite an, ob sie mich mal kurz stören dürfe. Ich denke schon "neue Masche vom Bettler" und drehe mich um.
Wie sich herausstellte war das eine junge Frau, die offensichtlich das erste mal im Fernverkehr der Bahn unterwegs ist.
Will wissen, wie sie herausfinden kann, wo ihr Wagen gleich stehen wird und wirkt generell sehr nervös, wie das alles so laufen wird.
Natürlich erkläre ich das Notwendige und wir kommen darüber hinaus ins Gespräch. Sie hat erst gestern das Ticket gekauft und dafür gute 230 EUR hingelegt - wow... da will aber jemand wirklich nach München ;) Und dann sind wir eben vom Hölzchen aufs Stöckchen und von links nach rechts.
Das waren sehr angenehme 20min heute morgen. So darf der Tag gerne jeden Tag losgehen. Leider saßen wir nicht im selben Wagen, wäre sicher ganz nett geworden.
Immerhin weiß ich jetzt auch, dass in der Skihalle ab etwa 3 Uhr Nachts noch die "Reste" abhängen, die noch niemandem zum Nachhausenehmen gefunden haben - falls ich mal wieder Single und total verzweifelt sein sollte.
Mittwoch, 30. Mai 2012
Nonstoptratschweib
Das war heute morgen wirklich die bisher schlimmste Labertante, die mir je untergekommen ist.
Ohne groß Luft zu holen hat sie von Köln bis Frankfurt Hbf durchgesabbelt. Und zwar in einer penetrant-nervigen und lauten Stimmlage. Ihr Kollege, beide von einer großen Kaufhauskette, kam nur hin und wieder mal als Stichwortgeber zu Wort.
Am Frankfurter Flughafen (also kurz vor Frankfurt Hbf) steigt dann noch eine weitere Tante ein, ebenfalls von dieser Kaufhauskette und gesellt sich an den Nachbartisch - und beginnt ebenfalls einen Wasserfall abzulassen. Sie hat ein Kind, dass gerade das Seepferdchen gemacht hat, Ameisensäuresalbe brennt wie Stichflammen auf dem Rücken, Labertante 1 hat gestern 30 EUR bei der Apotheke für Rückenschmerz-Zeug ausgegeben, der Mann von Labertante 2 hat erst mit 8 sein Seepferdchen gemacht, die neue Kollektion von der Kaufhauskette wird in den Farben Hässlich-Grün-Magenta und Schwarz-Hässlich-Grün und Grün-Gelb und noch ein paar anderen Geschmacklosigkeiten auf den Markt kommen... etc... pp... *sülz*
Das habe ich alles gehört durch Ohrstöpsel hindurch.
Manchmal kommt man vor lauter kotzen mit dem Essen nicht mehr nach.
Die eigentliche Frage ist: Woher kommen diese ganzen Spacken eigentlich, wieso fahren die alle im Ruhebereich meines ICEs, wieso müssen manche Frauen morgens um 6 schon dermaßen Rededurchfall haben, wieso müssen (vermutete) Firmengeheimnisse quer durch die Bahn gebrüllt werden und wieso sitze ich immer in diesem verdammten Pack fest.
Ohne groß Luft zu holen hat sie von Köln bis Frankfurt Hbf durchgesabbelt. Und zwar in einer penetrant-nervigen und lauten Stimmlage. Ihr Kollege, beide von einer großen Kaufhauskette, kam nur hin und wieder mal als Stichwortgeber zu Wort.
Das habe ich alles gehört durch Ohrstöpsel hindurch.
Manchmal kommt man vor lauter kotzen mit dem Essen nicht mehr nach.
Die eigentliche Frage ist: Woher kommen diese ganzen Spacken eigentlich, wieso fahren die alle im Ruhebereich meines ICEs, wieso müssen manche Frauen morgens um 6 schon dermaßen Rededurchfall haben, wieso müssen (vermutete) Firmengeheimnisse quer durch die Bahn gebrüllt werden und wieso sitze ich immer in diesem verdammten Pack fest.
Dienstag, 29. Mai 2012
Asiatischer Koffer-Tick
Heute morgen schon wieder eine winzige Asiatin mit riesigem Koffer. Wuchtet das Teil quer durch den Zug, putzt dabei sämtliche Schuhe und Knie beseite, die ein unvorsichtiger Gangsitzer hat hängen lassen können.
Zusammen mit diesem debil-blöden Dauergrinsen zockelt dieses Frauchen dann kilometerweit durch den Zug (es ist völlig ausgeschlossen für des Deutschen mächtigen Mitmenschen mal den Zugstandsanzeiger zu konsultieren) und erscheint schließlich direkt neben meinem Platz. Ich ziehe diese Menschen schlicht an, habe ich mich mit abgefunden.
So ungefähr 15min vor Ausstieg wird dann der Koffer aus der erhöhten Kofferablage/dem Kofferregal wieder hervorgewuchtet und dank hohem Eigengewicht dem direkt daneben sitzenden Zeitgenossen in die Seite gependelt. Der schreckt aus dem Tiefschlaf hoch und sie - Überraschung - grinst nett und guckt auf den Boden. Er rollt mit den Augen und versucht irgendwie schief lächelnd den Schmerz wegzudenken.
Dann rollt der Kofferzug nebst Lastesel zum möglichst entfernt liegenden Ausgang.
Irgendwann schlendere ich dann auch mal Richtung Ausgang und hab das Packwunder direkt vor mir. Hinter mir gesellt sich eine Dame dazu, die dann der Asiatin entgegensouffliert, dass sie (die Asiatin) nur wenige Minuten zum Umsteigen hätte und einmal quer durch den Bahnhof rennen müsse.
Da stellen sich dem ambitionierten Amateur doch direkt mal zwei Fragen:
Ok, sind drei Fragen geworden. Aber so ist das Leben. Mehr Fragen als man Antworten geben könnte.
Zusammen mit diesem debil-blöden Dauergrinsen zockelt dieses Frauchen dann kilometerweit durch den Zug (es ist völlig ausgeschlossen für des Deutschen mächtigen Mitmenschen mal den Zugstandsanzeiger zu konsultieren) und erscheint schließlich direkt neben meinem Platz. Ich ziehe diese Menschen schlicht an, habe ich mich mit abgefunden.
So ungefähr 15min vor Ausstieg wird dann der Koffer aus der erhöhten Kofferablage/dem Kofferregal wieder hervorgewuchtet und dank hohem Eigengewicht dem direkt daneben sitzenden Zeitgenossen in die Seite gependelt. Der schreckt aus dem Tiefschlaf hoch und sie - Überraschung - grinst nett und guckt auf den Boden. Er rollt mit den Augen und versucht irgendwie schief lächelnd den Schmerz wegzudenken.
Dann rollt der Kofferzug nebst Lastesel zum möglichst entfernt liegenden Ausgang.
Irgendwann schlendere ich dann auch mal Richtung Ausgang und hab das Packwunder direkt vor mir. Hinter mir gesellt sich eine Dame dazu, die dann der Asiatin entgegensouffliert, dass sie (die Asiatin) nur wenige Minuten zum Umsteigen hätte und einmal quer durch den Bahnhof rennen müsse.
Da stellen sich dem ambitionierten Amateur doch direkt mal zwei Fragen:
- Wieso müssen eigentlich gerade Frauen immer so eng buchen, dass sie quasi nur rennend den Anschlusszug erreichen (merke: Wir hatten keinerlei Verspätung)?
- Wieso weiß der halbe Zug über die Umstiegspläne bescheid (also: Wieso erzählen Frauen jedem, der es nicht hören will, alles, was so durch die Gehirnwindungen schweift)?
- Seit wann gibt es Möhrchen in (Süßigkeiten-)Tüten, die dann über eine Stunde lang eine nach der anderen geknabbert werden muss?
Ok, sind drei Fragen geworden. Aber so ist das Leben. Mehr Fragen als man Antworten geben könnte.
Freitag, 25. Mai 2012
Damit das nicht falsch im Raum steht
Falls die letzten Tage die Mecker-Postings etwas überhand gewonnen haben, so muss ich dazu eines sagen.
Stimmt.
Das liegt eben in meiner Natur. Ich finde vieles an unserer Gesellschaft total daneben und muss mir eben immer wieder mal Luft machen. Klar könnte ich mir auch die recht verbreitete Einstellung "mir-doch-egal" zulegen - aber das will ich nicht.
Jetzt wird es etwas tiefenpsychologisch, aber bitte nicht wegschalten. Die "mir-doch-egal"-Einstellung wird von manchen unseriösen Therapeuten empfohlen, weil es den eigenen Stresspegel senken würde. Wenn einem die Dinge ernsthaft nicht interessieren, besteht für die Psyche ja kein Grund sich damit zu beschäftigen oder sogar - Gott bewahre - Stress zu empfinden. Wir haben doch schon genug Stresspegel durch Autofahren, Einkaufen oder durch die Olle mit Schuhtick.
Anderer Therapeuten raten dazu man solle sich den Frust unmittelbar von der Seele reden und ihn damit unschädlich machen. Das praktizieren wir alle, wenn wir mit dem 4-Rad unterwegs sind. Man sieht selten so viele meckernde Monologisten auf einmal, wenn man im Stau steht.
Beides funktioniert irgendwie nicht. Ersteres zerstört durch Teilnahmslosigkeit die Gesellschaft, die darauf angewiesen ist, dass wir uns in gewisser alle miteinander abfinden/beschäftigen. Das zweitere führt nur zu merkwürdigen Vorhaltungen, wenn man das außerhalb des Stahlcontainers probiert - wer kennt nicht mindestens ein Exemplar Mensch, dass durch laut vor sich hin fluchende Merkwürdigkeiten aufgefallen ist.
Deshalb schreibe ich darüber. Ich möchte nicht den ganzen Tag schlechte Laune haben und Ignorant gegenüber anderen möchte ich auch nicht sein. Selbst wenn die Themen ein bisschen redundant sein sollten, liegt das eben in der Natur der Dinge. Gewisse Zustände sind eben jeden Tag nervig und ich nehme mir dann die Freiheit die so oft ich das möchte anzusprechen.
Trotzdem liebe ich das Bahnfahren immer noch.
Ich habe jetzt ingesamt über 2.000 Buchseiten gelesen, etliche Tageszeitungen durchgearbeitet und viele lustige und interessante Begegnungen gehabt. Klar wurde ich auch in meinem Vorurteilen gegenüber bestimmten Stereotypen bestätigt - aber das war doch eigentlich klar :)
Stimmt.
Das liegt eben in meiner Natur. Ich finde vieles an unserer Gesellschaft total daneben und muss mir eben immer wieder mal Luft machen. Klar könnte ich mir auch die recht verbreitete Einstellung "mir-doch-egal" zulegen - aber das will ich nicht.
Jetzt wird es etwas tiefenpsychologisch, aber bitte nicht wegschalten. Die "mir-doch-egal"-Einstellung wird von manchen unseriösen Therapeuten empfohlen, weil es den eigenen Stresspegel senken würde. Wenn einem die Dinge ernsthaft nicht interessieren, besteht für die Psyche ja kein Grund sich damit zu beschäftigen oder sogar - Gott bewahre - Stress zu empfinden. Wir haben doch schon genug Stresspegel durch Autofahren, Einkaufen oder durch die Olle mit Schuhtick.
Anderer Therapeuten raten dazu man solle sich den Frust unmittelbar von der Seele reden und ihn damit unschädlich machen. Das praktizieren wir alle, wenn wir mit dem 4-Rad unterwegs sind. Man sieht selten so viele meckernde Monologisten auf einmal, wenn man im Stau steht.
Beides funktioniert irgendwie nicht. Ersteres zerstört durch Teilnahmslosigkeit die Gesellschaft, die darauf angewiesen ist, dass wir uns in gewisser alle miteinander abfinden/beschäftigen. Das zweitere führt nur zu merkwürdigen Vorhaltungen, wenn man das außerhalb des Stahlcontainers probiert - wer kennt nicht mindestens ein Exemplar Mensch, dass durch laut vor sich hin fluchende Merkwürdigkeiten aufgefallen ist.
Deshalb schreibe ich darüber. Ich möchte nicht den ganzen Tag schlechte Laune haben und Ignorant gegenüber anderen möchte ich auch nicht sein. Selbst wenn die Themen ein bisschen redundant sein sollten, liegt das eben in der Natur der Dinge. Gewisse Zustände sind eben jeden Tag nervig und ich nehme mir dann die Freiheit die so oft ich das möchte anzusprechen.
Trotzdem liebe ich das Bahnfahren immer noch.
Ich habe jetzt ingesamt über 2.000 Buchseiten gelesen, etliche Tageszeitungen durchgearbeitet und viele lustige und interessante Begegnungen gehabt. Klar wurde ich auch in meinem Vorurteilen gegenüber bestimmten Stereotypen bestätigt - aber das war doch eigentlich klar :)
Donnerstag, 24. Mai 2012
Rücksicht - was ist das?
Gestern musste ich kurzfristig einen anderen Zug nach Hause nehmen und deshalb auf das Sonderkontingent für bahn.comfort-Kunden zugreifen. Das sind die Sitze im Wagen, die mit "ggf. freigeben" markiert werden - leider nicht ganz eindeutig, dieser Schriftzug wird auch gesetzt, wenn die Reservierungen verbummelt wurden.
Na jedenfalls.
Auf meinem Platz saß gestern schon jemand. Eine ältere Frau, sie sprang praktisch sofort auf und entschuldigte sich. Ich erwähnte, dass das mein Platz sei - und in diesem Moment sprach mich eine andere Mitreisende an, dass neben ihr der Platz noch frei wäre. Also habe ich mich dorthin gesetzt. War genau gegenüber der Dame und ihres Partners.
Wir kamen kurz ins Gespräch und so erfuhr ich, dass die beiden eigentlich feste Plätze reserviert (schräg gegenüber von uns) aber von dort aus keine direkten Blick durch ein Fenster hatten. So lange sie niemandem den Platz wegnehmen würden, wollten die beiden halt woanders sitzen.
Also eigentlich keine große Sache.
Eine Station später stiegen die nächsten Gäste zu, darunter wieder jemand, der den anderen Platz neben der Frau reserviert hatte und (zu Recht) darauf bestand, dass er seinen Platz auch nutzen möchte.
Die beiden stehen also wieder auf. Dabei bemerke ich, dass beide schwer Gehprobleme haben und sich kaum richtig halten können. Glücklicherweise sind deren eigentliche Plätze ja direkt schräg gegenüber.
Die Plätze waren zwischenzeitlich natürlich schon besetzt. Also sprach die Frau die beiden dort sitzenden freundlich an und erklärte die Situation.
Die Reaktion: "Aber an der Anzeige steht nichts mehr, jetzt ist ihr Platz halt verfallen".
Und die beiden A-Geigen blieben sitzen. Beides junge Menschen, maximal 25.
Ich war schon drauf und dran meinen Platz zu räumen, weil der Zug wirklich voll war. Aber dann haben die beiden irgendwo am Abteilende wohl noch Plätze gesehen.
Was mich daran so richtig anpisst:
Ich hätte mir wirklich gewünscht, ich hätte aufstehen können. Und das nicht, weil ich mich dann gut gefühlt hätte. Sondern weil ich lautstark zur Kenntnis hätte bringen können, dass ich eben für die beiden rücksichtslosen Einspringen möchte.
Hätte genau gar nichts geändert, vermutlich nur Kopfschütteln und Unverständnis. Aber es wäre richtig gewesen.
Es gibt Tage an denen ich mich ernsthaft frage, was aus unserer Gesellschaft mal werden wird. Kann eigentlich nur den Bach runtergehen.
P.S. Ja ich weiß, dass es auch andere junge Menschen gibt.
Na jedenfalls.
Auf meinem Platz saß gestern schon jemand. Eine ältere Frau, sie sprang praktisch sofort auf und entschuldigte sich. Ich erwähnte, dass das mein Platz sei - und in diesem Moment sprach mich eine andere Mitreisende an, dass neben ihr der Platz noch frei wäre. Also habe ich mich dorthin gesetzt. War genau gegenüber der Dame und ihres Partners.
Wir kamen kurz ins Gespräch und so erfuhr ich, dass die beiden eigentlich feste Plätze reserviert (schräg gegenüber von uns) aber von dort aus keine direkten Blick durch ein Fenster hatten. So lange sie niemandem den Platz wegnehmen würden, wollten die beiden halt woanders sitzen.
Also eigentlich keine große Sache.
Eine Station später stiegen die nächsten Gäste zu, darunter wieder jemand, der den anderen Platz neben der Frau reserviert hatte und (zu Recht) darauf bestand, dass er seinen Platz auch nutzen möchte.
Die beiden stehen also wieder auf. Dabei bemerke ich, dass beide schwer Gehprobleme haben und sich kaum richtig halten können. Glücklicherweise sind deren eigentliche Plätze ja direkt schräg gegenüber.
Die Plätze waren zwischenzeitlich natürlich schon besetzt. Also sprach die Frau die beiden dort sitzenden freundlich an und erklärte die Situation.
Die Reaktion: "Aber an der Anzeige steht nichts mehr, jetzt ist ihr Platz halt verfallen".
Und die beiden A-Geigen blieben sitzen. Beides junge Menschen, maximal 25.
Ich war schon drauf und dran meinen Platz zu räumen, weil der Zug wirklich voll war. Aber dann haben die beiden irgendwo am Abteilende wohl noch Plätze gesehen.
Was mich daran so richtig anpisst:
- Die beiden jungen Leute hatten keinerlei Recht ihren Platz zu behalten, so etwas wie "verfallen" gibt es nicht, wenn der Platz korrekt reserviert war. Die Reservierung läuft über eine komplette Strecke.
- Je jünger desto blöd - trifft leider immer wieder zu. Dieser extreme Egoismus ist in meiner Generation noch unterentwickelt, bei älteren fast unbekannt. Ich erlebe täglich, wie extrem unfreundlich viele junge Menschen zu ihren (älteren) Mitmenschen sind. Das beginnt bei ohrenbetäubendem Lärm aus den Kopfhörern, Füße auf den Sitzen (das macht niemand über 40 - oder??), lautstarkes Herumgeprolle bis hin zu Remplern ohne Entschuldigung, Unfreundlichkeit und Unhöflichkeit.
- Es interessierte offensichtlichen niemanden, dass die beiden echt Schwierigkeiten hatten.
Ich hätte mir wirklich gewünscht, ich hätte aufstehen können. Und das nicht, weil ich mich dann gut gefühlt hätte. Sondern weil ich lautstark zur Kenntnis hätte bringen können, dass ich eben für die beiden rücksichtslosen Einspringen möchte.
Hätte genau gar nichts geändert, vermutlich nur Kopfschütteln und Unverständnis. Aber es wäre richtig gewesen.
Es gibt Tage an denen ich mich ernsthaft frage, was aus unserer Gesellschaft mal werden wird. Kann eigentlich nur den Bach runtergehen.
P.S. Ja ich weiß, dass es auch andere junge Menschen gibt.
Besäufnis in der Bahn
Der neue Trendsport.
Hardcoresaufen im ICE.
Und das geht so:
Man nehme zwei mittelmäßig begabte Zeitgenossen.
Beide werden mit einem Jägermeister und einer 0,5l-Dose Bier ausgestattet.
Auf Kommando wird der Schnapps gekippt und die Dose aufgebrochen.
Und dann wird gezogen was das Zeug hält.
Wenige Minuten später ist dann der Pegel hoch genug gestiegen, dass man fröhlichlachend das halbe Abteil unterhält.
Glücklicherweise beides keine Fußballfans, also blieb uns die Randale erspart.
Hardcoresaufen im ICE.
Und das geht so:
Man nehme zwei mittelmäßig begabte Zeitgenossen.
Beide werden mit einem Jägermeister und einer 0,5l-Dose Bier ausgestattet.
Auf Kommando wird der Schnapps gekippt und die Dose aufgebrochen.
Und dann wird gezogen was das Zeug hält.
Wenige Minuten später ist dann der Pegel hoch genug gestiegen, dass man fröhlichlachend das halbe Abteil unterhält.
Glücklicherweise beides keine Fußballfans, also blieb uns die Randale erspart.
Montag, 21. Mai 2012
Asiatische Kofferkünstlerin
Heute morgen kurz vor Frankfurt.
Neben mir weckt mich eine hüpfende kleine asiatische Schönheit auf. Im Schlepptau ein Koffer größer als sie selbst.
"Das da ist mein Platz", sie zeigt auf den Platz neben mir.
"Aha, ok, kein Problem". Ich steh halt auf.
Sie wuchtet den Koffer neben den Gangsitz und murmelt "der kann ja hier stehen bleiben?". Mein Blick auf den Gang (gefühlte 60cm breit) und den Koffer (locker 40cm tief) - dann "äh ich glaub das ist keine so gute Idee, das wird was eng hier". Eine andere Frau mit (winzigem) Rollkoffer, die eigentlich noch aussteigen möchte, meint "da komme ja noch nicht mal ich vorbei mit meinem Köfferchen". Währenddessen hat die Asiatin es sich schon mal auf ihrem Platz gemütlich gemacht.
"Da hinten gibt es extra Kofferablagen, die Holzkastendinger", mein ich mal Hilfe anbietend. Sie schaut in gezeigte Richtung (Luftlinie ca. 3m entfernt), schüttelt den Kopf und zeigt auf die Gepäckablage oben über den Sitzen.
"Können Sie den da...?"
Ich hebe also den Koffer an, bzw. versuche es. Der ist richtig schwer und lässt mich wieder mal daran zweifeln, ob 20kg Freigepäck für jeden Fluggast gilt oder ob es Ausnahmen für Frauen mit Schuhtick gibt... wie auch immer: "Nein sorry, der ist mir zu schwer" - "ich könnte helfen" *sie ist ungefähr 90cm groß und könnte wohl maximal meinen Gürtel festhalten* - "äh"
Und dann... "na gut, stehe ich eben" - und wuchtet den Koffer auf ihren Sitzplatz am Fenster. Naja, jedenfalls versucht sie es, das Gewicht ihres Koffers ist mehr als ihr Körpergewicht, entsprechend merkwürdig sah das aus "ich mach den dann auf den Tisch"... Ungläubliche Blicke jetzt auch von ein paar mehr Fahrgästen... ich schüttel dann auch langsam mal den Kopf...
Der andere Teilnehmer am Vierertisch meinte dann auch "wieso tun Sie den Koffer nicht dahin wo dafür extra Platz ist".
Sie hat dann doch ein Einsehen. Also Koffer wieder vom Sitz runter und in den Gang gewuchtet. Der Gang ist mittlerweile leer, die anderen Gäste sind ausgestiegen. Sie versucht den Koffer irgendwie zur passenden Ablage zu rollen, scheint schwierig gewesen zu sein.
Dann versucht Sie den Koffer in das Regal zu legen... ich bin dann doch noch mal hin und hab mir mein Kreuz ruiniert.
Ihr habe ich heute meinen Frühsport zu verdanken ;)
Neben mir weckt mich eine hüpfende kleine asiatische Schönheit auf. Im Schlepptau ein Koffer größer als sie selbst.
"Das da ist mein Platz", sie zeigt auf den Platz neben mir.
"Aha, ok, kein Problem". Ich steh halt auf.
Sie wuchtet den Koffer neben den Gangsitz und murmelt "der kann ja hier stehen bleiben?". Mein Blick auf den Gang (gefühlte 60cm breit) und den Koffer (locker 40cm tief) - dann "äh ich glaub das ist keine so gute Idee, das wird was eng hier". Eine andere Frau mit (winzigem) Rollkoffer, die eigentlich noch aussteigen möchte, meint "da komme ja noch nicht mal ich vorbei mit meinem Köfferchen". Währenddessen hat die Asiatin es sich schon mal auf ihrem Platz gemütlich gemacht.
"Da hinten gibt es extra Kofferablagen, die Holzkastendinger", mein ich mal Hilfe anbietend. Sie schaut in gezeigte Richtung (Luftlinie ca. 3m entfernt), schüttelt den Kopf und zeigt auf die Gepäckablage oben über den Sitzen.
"Können Sie den da...?"
Ich hebe also den Koffer an, bzw. versuche es. Der ist richtig schwer und lässt mich wieder mal daran zweifeln, ob 20kg Freigepäck für jeden Fluggast gilt oder ob es Ausnahmen für Frauen mit Schuhtick gibt... wie auch immer: "Nein sorry, der ist mir zu schwer" - "ich könnte helfen" *sie ist ungefähr 90cm groß und könnte wohl maximal meinen Gürtel festhalten* - "äh"
Und dann... "na gut, stehe ich eben" - und wuchtet den Koffer auf ihren Sitzplatz am Fenster. Naja, jedenfalls versucht sie es, das Gewicht ihres Koffers ist mehr als ihr Körpergewicht, entsprechend merkwürdig sah das aus "ich mach den dann auf den Tisch"... Ungläubliche Blicke jetzt auch von ein paar mehr Fahrgästen... ich schüttel dann auch langsam mal den Kopf...
Der andere Teilnehmer am Vierertisch meinte dann auch "wieso tun Sie den Koffer nicht dahin wo dafür extra Platz ist".
Sie hat dann doch ein Einsehen. Also Koffer wieder vom Sitz runter und in den Gang gewuchtet. Der Gang ist mittlerweile leer, die anderen Gäste sind ausgestiegen. Sie versucht den Koffer irgendwie zur passenden Ablage zu rollen, scheint schwierig gewesen zu sein.
Dann versucht Sie den Koffer in das Regal zu legen... ich bin dann doch noch mal hin und hab mir mein Kreuz ruiniert.
Ihr habe ich heute meinen Frühsport zu verdanken ;)
Donnerstag, 10. Mai 2012
Pringlesman
Oder, wie ich ihn liebevoll gerne nenne, "der Nonstopfresssack".
Diese Spezies ist gekennzeichnet durch eine Stange Chips ("Pringles"), einemnicht unerheblichen extrem haltlosen Appetit und einer Neigung unbedingt alle anderen Fahrgäste an seiner Vorverdauung im oberen Geschoss teilhaben lassen zu müssen.
Wenn man ein bisschen Essen möchte oder sich gelegentlich mal ein Bonbon oder so reinzieht - damit können wir alle gut leben, wir haben alle mal Hunger.
Aber muss man unbedingt 10min nonstop eine Chip nach der nächste Reinschieben und dabei die vorherige noch nicht mal runtergeschluckt haben? Muss man wirklich so lautstark und mit offener Belüftung kauen, dass sich die Sitznachbarin schon angeekelt wegdreht?
Ich muss zugeben, dass ich Essgeräuschen gegenüber nicht besonders aufgeschlossen bin. Anders ausgedrückt: Ich könnte ausrasten, wenn jemand lautstark futtert oder einfach nur die ganze Zeit am Fressen ist.
Für manche mag es überhaupt nicht nachvollziehbar sein, wie man sich über das vermeindlich harmlose Essgeräusch so erregen kann. Dazu die einfache Frage: Wieso respektiert mein Gegenüber mich dermaßen wenig, dass es ihm scheißegal ist, wenn er mich durchgehend mit seinen Nebengeräuschen belästigen muss?
Die konkrete Situation gestern hatte den Charme, dass derjenige auch noch die Chips einfach so schnell nacheinander eingeladen hat, dass er vermutlich überhaupt keinen Geschmack erleben konnte. Ich will ja nicht behaupten, dass Chips vergleichbar mit einem 2-Sterne-Hauptgang sein könnten - aber wieso überhaupt essen, wenn es eigentlich nur auf das Fett und die Kohlenhydrate ankommt? Dann täte es auch nen Stück Butter und nen bisschen Brot.
Als die XXL-Stange Pringles dann irgendwann scheinbar leer war, wurden wir erlöst.
Ganz ernsthaft übel an der Situation finde ich aber, dass ich den Menschen an sich nach wenigen Momenten extrem unsympathisch fand - ich kenne den Herrn noch nicht mal genauer. Aber so rücksichtsloses und maßloses Verhalten geht mir extrem gegen den Strich.
Nicht von ungefähr ist Maßlosigkeit auch eine der 7 Todsünden.
Diese Spezies ist gekennzeichnet durch eine Stange Chips ("Pringles"), einem
Wenn man ein bisschen Essen möchte oder sich gelegentlich mal ein Bonbon oder so reinzieht - damit können wir alle gut leben, wir haben alle mal Hunger.
Aber muss man unbedingt 10min nonstop eine Chip nach der nächste Reinschieben und dabei die vorherige noch nicht mal runtergeschluckt haben? Muss man wirklich so lautstark und mit offener Belüftung kauen, dass sich die Sitznachbarin schon angeekelt wegdreht?
Ich muss zugeben, dass ich Essgeräuschen gegenüber nicht besonders aufgeschlossen bin. Anders ausgedrückt: Ich könnte ausrasten, wenn jemand lautstark futtert oder einfach nur die ganze Zeit am Fressen ist.
Für manche mag es überhaupt nicht nachvollziehbar sein, wie man sich über das vermeindlich harmlose Essgeräusch so erregen kann. Dazu die einfache Frage: Wieso respektiert mein Gegenüber mich dermaßen wenig, dass es ihm scheißegal ist, wenn er mich durchgehend mit seinen Nebengeräuschen belästigen muss?
Die konkrete Situation gestern hatte den Charme, dass derjenige auch noch die Chips einfach so schnell nacheinander eingeladen hat, dass er vermutlich überhaupt keinen Geschmack erleben konnte. Ich will ja nicht behaupten, dass Chips vergleichbar mit einem 2-Sterne-Hauptgang sein könnten - aber wieso überhaupt essen, wenn es eigentlich nur auf das Fett und die Kohlenhydrate ankommt? Dann täte es auch nen Stück Butter und nen bisschen Brot.
Als die XXL-Stange Pringles dann irgendwann scheinbar leer war, wurden wir erlöst.
Ganz ernsthaft übel an der Situation finde ich aber, dass ich den Menschen an sich nach wenigen Momenten extrem unsympathisch fand - ich kenne den Herrn noch nicht mal genauer. Aber so rücksichtsloses und maßloses Verhalten geht mir extrem gegen den Strich.
Nicht von ungefähr ist Maßlosigkeit auch eine der 7 Todsünden.
Dienstag, 8. Mai 2012
Die Zutexterin
Kind mit Mutter steigt ein, selbstredend mit Gepäck für 3 Monate und halbem Kinderzimmer.
Und Mutter sabbelt ohne Punkt und Komma auf das Kind ein. Wenn ihr nichts besseres einfällt einfach "alles gut?" (mir war nach dem 15ten Mal danach "ja alles gut, halt's Maul" zu rufen - habs aber gelassen).
Das Kind antwortet auf die meisten Dinge schon nicht mal mehr.
Totale Reizüberflutung.
Bei der Erziehung von Hunden weiß mittlerweile auch der Durchschnittsbegabte, dass verbales Draufhalten absolut gar nichts bringt. Und beinahe alles aus der vernünftigen Tiererziehung gilt auch für Menschen bzw. umgekehrt.
Wir bekommen also wieder mal eine wunderbar verzogene Rentenzahlerin.
Vielen Dank liebe Zutexterin.
Disclaimer: Mir geht es im Grunde sonstwo vorbei, wie viel jemand seine Kinder zusülzt und wie die Kinder damit umgehen ("*tüütüütüü* kein Anschluss unter dieser Nummer"). Aber mir geht es nicht sonstwo vorbei, wenn ich fast eine Stunde lang mit diesem Mist zugeflüstert werde.
Und Mutter sabbelt ohne Punkt und Komma auf das Kind ein. Wenn ihr nichts besseres einfällt einfach "alles gut?" (mir war nach dem 15ten Mal danach "ja alles gut, halt's Maul" zu rufen - habs aber gelassen).
Das Kind antwortet auf die meisten Dinge schon nicht mal mehr.
Totale Reizüberflutung.
Bei der Erziehung von Hunden weiß mittlerweile auch der Durchschnittsbegabte, dass verbales Draufhalten absolut gar nichts bringt. Und beinahe alles aus der vernünftigen Tiererziehung gilt auch für Menschen bzw. umgekehrt.
Wir bekommen also wieder mal eine wunderbar verzogene Rentenzahlerin.
Vielen Dank liebe Zutexterin.
Disclaimer: Mir geht es im Grunde sonstwo vorbei, wie viel jemand seine Kinder zusülzt und wie die Kinder damit umgehen ("*tüütüütüü* kein Anschluss unter dieser Nummer"). Aber mir geht es nicht sonstwo vorbei, wenn ich fast eine Stunde lang mit diesem Mist zugeflüstert werde.
Montag, 7. Mai 2012
Gangsteher
Jeder kennt diese Menschen.
20 Minuten vor der Ankunft werden sie langsam unruhig. Rutschen schon ein wenig im Stuhl hin und her, schauen immer wieder mal auf die Uhr und betrachten abschätzend das Gepäcknetz und das darin verstaunteÜbergewicht ÜbergGepäck.
15 Minuten vor dem Anhalten wird dann leise zum Nachbarn geflüstert "dürfte ich mal grad...". Und gemeint ist damit "dürfte ich mal grad durch". "Na klar". Dann wird fleißig am Gepäck herumgebastelt und die Lektüre, der PC, die Butterbrotdose, die 2l-Maxi-Colaflasche, die Thermoskanne, das Privathandy, das Diensthandy und der obligatorische Fahrtenausdruck von der Onlinebuchung verstaut.
10 Minuten vor dem Aussteigen macht sich am anderen Wagenende der Fahrkartenkontrolleur lautstark mit "Die Faaaaaaaaahrkartn biddeeeee" oder "Isthiernochjemandzugestiegen" bemerkbar. Das bereits im Gang stehende Nervenbündel nestelt im gerade gepackten Koffer herum und zieht einen recht verknüddelten A4-Bogen heraus.
5 Minuten vor der Final Destination kommt der Fahrtenkontrolleur näher, während der Gangsteher schon mit den Hufen in Richtung Tür scharrt. Man sieht die Gedanken "wieso gehen die da vorne nicht", "ich komme bestimmt nicht rechtzeitig raus", "will sonst niemand aussteigen", "och uns jetzt noch die Fahrkarten", "hab ich alles" und "*tilt*".
2 Minute vor Türöffnung geht es dann zur Sache. Der Gangsteher schiebt den vor sich befindlichen Gangsteher ein wenig an - schließlich muss man ja langsam mal aufrücken. Der Umgangston wird etwas härter "darf ich MA DURCH" - "ich steh doch AUCH hier!". Der Kontrolleur hat sich schon längst aus dem Staub gemacht, die Fahrtkarte befindet sich aber noch in der zusammengeballten Faust. Schweißperlen auf der Stirn.
Wie ein Sektkorken geht die Tür auf und es ergießt sich der Strom der Gangsteher auf den Bahnsteig. Als der Gang dann langsam leerer wird, packen lässig die anderen Fahrgäste ihre Sachen und schlendern zur Tür.
Im ICE wurde noch nie jemandem die Tür vor der Nase zugehauen. Wir sind hier nicht in der S-Bahn.
20 Minuten vor der Ankunft werden sie langsam unruhig. Rutschen schon ein wenig im Stuhl hin und her, schauen immer wieder mal auf die Uhr und betrachten abschätzend das Gepäcknetz und das darin verstaunte
15 Minuten vor dem Anhalten wird dann leise zum Nachbarn geflüstert "dürfte ich mal grad...". Und gemeint ist damit "dürfte ich mal grad durch". "Na klar". Dann wird fleißig am Gepäck herumgebastelt und die Lektüre, der PC, die Butterbrotdose, die 2l-Maxi-Colaflasche, die Thermoskanne, das Privathandy, das Diensthandy und der obligatorische Fahrtenausdruck von der Onlinebuchung verstaut.
10 Minuten vor dem Aussteigen macht sich am anderen Wagenende der Fahrkartenkontrolleur lautstark mit "Die Faaaaaaaaahrkartn biddeeeee" oder "Isthiernochjemandzugestiegen" bemerkbar. Das bereits im Gang stehende Nervenbündel nestelt im gerade gepackten Koffer herum und zieht einen recht verknüddelten A4-Bogen heraus.
(das ist zwar im Flieger - aber da ist es ja quasi genau so; abgesehen davon, dass die ersten Gurte schon knallen, wenn der Flieger gerade mehr oder weniger beherzt aufgeschlagen wurde)
5 Minuten vor der Final Destination kommt der Fahrtenkontrolleur näher, während der Gangsteher schon mit den Hufen in Richtung Tür scharrt. Man sieht die Gedanken "wieso gehen die da vorne nicht", "ich komme bestimmt nicht rechtzeitig raus", "will sonst niemand aussteigen", "och uns jetzt noch die Fahrkarten", "hab ich alles" und "*tilt*".
2 Minute vor Türöffnung geht es dann zur Sache. Der Gangsteher schiebt den vor sich befindlichen Gangsteher ein wenig an - schließlich muss man ja langsam mal aufrücken. Der Umgangston wird etwas härter "darf ich MA DURCH" - "ich steh doch AUCH hier!". Der Kontrolleur hat sich schon längst aus dem Staub gemacht, die Fahrtkarte befindet sich aber noch in der zusammengeballten Faust. Schweißperlen auf der Stirn.
Wie ein Sektkorken geht die Tür auf und es ergießt sich der Strom der Gangsteher auf den Bahnsteig. Als der Gang dann langsam leerer wird, packen lässig die anderen Fahrgäste ihre Sachen und schlendern zur Tür.
Im ICE wurde noch nie jemandem die Tür vor der Nase zugehauen. Wir sind hier nicht in der S-Bahn.
Speisewagen wider Willen
Es gibt Menschen, die haben morgens so richtig Hunger - und haben es sehr, sehr eilig.
Drei von dieser Sorte waren heute morgen in meiner unmittelbaren Umgebung. Scheinbar hat es weder Zuhause noch auf dem Bahnsteig dazu gereicht das Frühstuck zu sich zu nehmen - es musste im ICE verzehrt werden.
Das wäre ja im Prinzip keine große Sache.
Wenn da nicht der Wasa-Mann persönlich im Zug gesessen und locker 25min ein Knäckebrot nach dem nächsten gefuttert hätte. Oder der Kochschinken der Damen nicht so dermaßen nach Schwein gestunken hätte, dass einem schlecht wird: Ich bin kein Vegetarier noch habe ich sonderlich gute Geruchsnerven.
Oder ich könnte von den drei Jugendlichen Genies erzählen, die darüber berichtet haben, dass beim letzten Ausflug "Die Fette" so dermaßen viel "Sch**sse" gelabert hat, dass es nur einen Herrn Wayne interessieren würde. Mal abgesehen davon, dass mich (und ungefähr 15 weitere Menschen) dieser Mist auch überhaupt nicht interessiert hat, spricht es mal wieder Bände, was da los war: Füße so weit ausgestreckt, dass das Einsteigen zu einem Limbotanz wird und Rucksack unter, auf und neben dem Körper.
Aber lieber wieder zurück zum Wasa-Mann. Der hat nämlich auch dem Reinigungspersonal ordentlich was abgegebenen. Von den Resten am Boden wäre locker noch einer satt geworden. Und selbstverständlich hat Mann von Welt heute auch noch einen 2-Liter-Termoskannen-Kanister Tee im Gepäck.
Der Tag fängt also - ohne Spott - voller interessanter Erfahrungen an.
Drei von dieser Sorte waren heute morgen in meiner unmittelbaren Umgebung. Scheinbar hat es weder Zuhause noch auf dem Bahnsteig dazu gereicht das Frühstuck zu sich zu nehmen - es musste im ICE verzehrt werden.
Das wäre ja im Prinzip keine große Sache.
Wenn da nicht der Wasa-Mann persönlich im Zug gesessen und locker 25min ein Knäckebrot nach dem nächsten gefuttert hätte. Oder der Kochschinken der Damen nicht so dermaßen nach Schwein gestunken hätte, dass einem schlecht wird: Ich bin kein Vegetarier noch habe ich sonderlich gute Geruchsnerven.
Oder ich könnte von den drei Jugendlichen Genies erzählen, die darüber berichtet haben, dass beim letzten Ausflug "Die Fette" so dermaßen viel "Sch**sse" gelabert hat, dass es nur einen Herrn Wayne interessieren würde. Mal abgesehen davon, dass mich (und ungefähr 15 weitere Menschen) dieser Mist auch überhaupt nicht interessiert hat, spricht es mal wieder Bände, was da los war: Füße so weit ausgestreckt, dass das Einsteigen zu einem Limbotanz wird und Rucksack unter, auf und neben dem Körper.
Aber lieber wieder zurück zum Wasa-Mann. Der hat nämlich auch dem Reinigungspersonal ordentlich was abgegebenen. Von den Resten am Boden wäre locker noch einer satt geworden. Und selbstverständlich hat Mann von Welt heute auch noch einen 2-Liter-Termoskannen-Kanister Tee im Gepäck.
Der Tag fängt also - ohne Spott - voller interessanter Erfahrungen an.
Donnerstag, 3. Mai 2012
Alte Menschen
Momentan scheine ich das echt gepachtet zu haben.
Aber das stört mich absolut überhaupt nicht.
Alte Menschen kontaktieren mich. Ich gehöre zwar definitiv und ohne falsche Bescheidenheit nicht zur Generation 60+ (eher so 30+), aber scheinbar spricht mein Äußeres für eine gewisse Affinität zu Seriösem (Hemd aus der Hose, Jeans, Tattoos... aber mega-businessmäßiger Trolley, der wird es sein).
Heute wieder. Ob es denn wohl der Wagen N sei, spricht mich eine nette ältere Dame an.
Ich "ehrlich gesagt weiß ich das nicht, das Schild am Wagen hat kein Licht, aber er müsste es sein - ich will jedenfalls auch in den Wagen N".
Eine weitere Passantin klingt sich in das Gespräch mit dem konstruktiven Beitrag "Ist das der Wagen N?" - ich wiederhole meine Bandansage lächelnd. Wir beschließen gemeinsam zu Dritt, dass wir im Zweifel eben gemeinsam quer durch die 800 Meter Zug latschen müssen, wenn wir uns irren.
Die ältere Dame lasse ich natürlich vor mir einsteigen, nachdem die Wichtigsten bereits im Zug verschwunden sind.
Sie versucht verzweifelt ihren Koffer irgendwie neben sich hoch zu wuchten. Kurzerhand packt einer (ich) mit an und hebt das in der Tat recht schwere Gerät nach oben.
Oben wieder "woher wissen wir denn jetzt, ob das der richtige Wagen ist" - "auch hier drin sind die Lichter aus, ich schlage vor wir brüllen mal rum, ob das Wagen N is..." - wird werden unterbrochen von Person 4: "Jap, das ist der Wagen N".
Prima. Also suchen wir alle unsere Plätze. Wie es der Zufall so will kommt die Dame hinter mir zum Sitzen. Jedenfalls versucht sie es und schaut völlig verzweifelt auf ihren Koffer und den engen Gang und den minimalistisch ausgeprägten Platz vor ihrem Sitzplatz.
"Soll ich den Koffer mal nach oben hieven?"
"Der ist aber wirklich schwer"
"Kein Ding, ich habe eigentlich eine grüne Hautfarbe, bin ein wenig dämlich und reiß mir gerne die Klamotten vom Astralkörper"
"Ich probiere es mal"
Ok - wir sind glücklich und zufrieden. Ich muss mir jetzt meine Bandscheiben wieder in den Rücken drücken, aber das geht schon bei der bequemen Bestuhlung im ICE.
Aber das stört mich absolut überhaupt nicht.
Alte Menschen kontaktieren mich. Ich gehöre zwar definitiv und ohne falsche Bescheidenheit nicht zur Generation 60+ (eher so 30+), aber scheinbar spricht mein Äußeres für eine gewisse Affinität zu Seriösem (Hemd aus der Hose, Jeans, Tattoos... aber mega-businessmäßiger Trolley, der wird es sein).
Heute wieder. Ob es denn wohl der Wagen N sei, spricht mich eine nette ältere Dame an.
Ich "ehrlich gesagt weiß ich das nicht, das Schild am Wagen hat kein Licht, aber er müsste es sein - ich will jedenfalls auch in den Wagen N".
Eine weitere Passantin klingt sich in das Gespräch mit dem konstruktiven Beitrag "Ist das der Wagen N?" - ich wiederhole meine Bandansage lächelnd. Wir beschließen gemeinsam zu Dritt, dass wir im Zweifel eben gemeinsam quer durch die 800 Meter Zug latschen müssen, wenn wir uns irren.
Die ältere Dame lasse ich natürlich vor mir einsteigen, nachdem die Wichtigsten bereits im Zug verschwunden sind.
Sie versucht verzweifelt ihren Koffer irgendwie neben sich hoch zu wuchten. Kurzerhand packt einer (ich) mit an und hebt das in der Tat recht schwere Gerät nach oben.
Oben wieder "woher wissen wir denn jetzt, ob das der richtige Wagen ist" - "auch hier drin sind die Lichter aus, ich schlage vor wir brüllen mal rum, ob das Wagen N is..." - wird werden unterbrochen von Person 4: "Jap, das ist der Wagen N".
Prima. Also suchen wir alle unsere Plätze. Wie es der Zufall so will kommt die Dame hinter mir zum Sitzen. Jedenfalls versucht sie es und schaut völlig verzweifelt auf ihren Koffer und den engen Gang und den minimalistisch ausgeprägten Platz vor ihrem Sitzplatz.
"Soll ich den Koffer mal nach oben hieven?"
"Der ist aber wirklich schwer"
"Ich probiere es mal"
Ok - wir sind glücklich und zufrieden. Ich muss mir jetzt meine Bandscheiben wieder in den Rücken drücken, aber das geht schon bei der bequemen Bestuhlung im ICE.
Alte Schule
Heute morgen haben mich wieder zwei ältere Menschen sehr beeindruckt.
Die beiden stiegen in Frankfurt Flughafen in "meinen" ICE zu. Vom Alter her würde ich sagen mindestens 70, eher noch älter. Beide sehr hochwertig gekleidet, sie in einer Art Kostüm, er mit Mütze und sportlichem Anzug.
Die Frau konnte noch recht gut gehen - er war offensichtlich sehr beeinträchtigt. Sie hat dafür keine guten Augen mehr, musste an jedes Schild mit den Sitzplatzreservierungen sehr nah heran. Er versuchte irgendwie hinter ihr her zu kommen, musste sich dabei an jedem Stuhl anlehnen und hatte sichtlich Mühe.
Schließlich hat sie die Sitzplätze gefunden. Beinahe in Zeitlupe nahm der Mann seine Mütze ab und überreicht diese seiner Frau. Sie wiederum schüttelt die Mütze kurz aus und legt sie ins vorsichtig ins Gepäcknetz.
Dann versucht er sich seinen Mantel auszuziehen, sie hilft ihm wie selbstverständlich. Dann nimmt sie die Mütze wieder aus dem Gepäcknetz und legt den Mantel zusammen und die Mütze obenauf. Beides dann wieder ins Gepäcknetz.
Jetzt zieht sie sich ihren Mantel aus. Er versucht ihr irgendwie zu helfen, kommt aber wegen seiner Beeinträchtigung kaum an sie heran. Sein Blick spricht Bände, er fühlte sich unwohl dabei, dass er seiner "Gentleman-Pflicht" nicht genüge tun konnte.
Alles lief in einer großen Ruhe und Gelassenheit ab. Er brauchte zum Hinsetzen noch eine größere Weile, weil er sich sehr mühsam in den doch recht engen Sitzplatz hineinmanövrieren musste.
Während dieser Zeit wurde praktisch kein Wort gesprochen, kein Meckern, keinerlei Aufforderung, keine Hektik.
Es ist schwer zu sagen, wieso mich solche Art Szenen immer irgendwie in Staunen versetzen. Vermutlich liegt es daran, dass ich in einer Generation groß geworden ist, wo man anderen nicht mehr aus dem Mantel hilft und so etwas wie "sehen, wenn, wann und wie der andere Hilfe braucht" eine Tugend ist, die nicht mehr sehr verbreitet ist. Solche Paare erinnern mich immer wieder daran, wie das Zwischenmenschliche eigentlich sein sollte.
Die beiden stiegen in Frankfurt Flughafen in "meinen" ICE zu. Vom Alter her würde ich sagen mindestens 70, eher noch älter. Beide sehr hochwertig gekleidet, sie in einer Art Kostüm, er mit Mütze und sportlichem Anzug.
Die Frau konnte noch recht gut gehen - er war offensichtlich sehr beeinträchtigt. Sie hat dafür keine guten Augen mehr, musste an jedes Schild mit den Sitzplatzreservierungen sehr nah heran. Er versuchte irgendwie hinter ihr her zu kommen, musste sich dabei an jedem Stuhl anlehnen und hatte sichtlich Mühe.
Schließlich hat sie die Sitzplätze gefunden. Beinahe in Zeitlupe nahm der Mann seine Mütze ab und überreicht diese seiner Frau. Sie wiederum schüttelt die Mütze kurz aus und legt sie ins vorsichtig ins Gepäcknetz.
Dann versucht er sich seinen Mantel auszuziehen, sie hilft ihm wie selbstverständlich. Dann nimmt sie die Mütze wieder aus dem Gepäcknetz und legt den Mantel zusammen und die Mütze obenauf. Beides dann wieder ins Gepäcknetz.
Jetzt zieht sie sich ihren Mantel aus. Er versucht ihr irgendwie zu helfen, kommt aber wegen seiner Beeinträchtigung kaum an sie heran. Sein Blick spricht Bände, er fühlte sich unwohl dabei, dass er seiner "Gentleman-Pflicht" nicht genüge tun konnte.
Alles lief in einer großen Ruhe und Gelassenheit ab. Er brauchte zum Hinsetzen noch eine größere Weile, weil er sich sehr mühsam in den doch recht engen Sitzplatz hineinmanövrieren musste.
Während dieser Zeit wurde praktisch kein Wort gesprochen, kein Meckern, keinerlei Aufforderung, keine Hektik.
Es ist schwer zu sagen, wieso mich solche Art Szenen immer irgendwie in Staunen versetzen. Vermutlich liegt es daran, dass ich in einer Generation groß geworden ist, wo man anderen nicht mehr aus dem Mantel hilft und so etwas wie "sehen, wenn, wann und wie der andere Hilfe braucht" eine Tugend ist, die nicht mehr sehr verbreitet ist. Solche Paare erinnern mich immer wieder daran, wie das Zwischenmenschliche eigentlich sein sollte.
Sonntag, 29. April 2012
Stinka bzw. Aquaphobiker
Bahn-Blogger hat es im Januar schon geschrieben: Gelegentlich gibt es in den Zügen ein klitzekleines Problem mit den Klimaanlagen.
Aber auch dann, wenn die Bahn alles richtig macht, die Temperatur also nahe dem Gefrierpunkt ist, gibt es so ein Phänomen, dass ich gerne als das Aquaphobie-Phänomen bezeichne.
So wie die Tage. Mann und Frau steigen ein. Offensichtlich kommt man gerade von einem Flug - sehr weit kann der nicht gewesen sein, die Sprache klang schwer nach Polnisch oder in die Richtung. Na jedenfalls war neben mir noch frei und natürlich lässt man neue Mitfahrer gerne sitzen.
Ui. Was kam da eine Duftwolke von der Frau neben mir. Odör de Schweiß - aber satt. In Kombination mit "bequeme Klamotten für den Flug seit 2 Wochen nicht gewaschen" ein wahrer Hochgenuß.
Ich hab fast gekotzt.
Ihr Mann steht direkt neben mir auf dem Gang. Klöten auf Augenhöhe - für mich nicht so die attraktive Perspektive. Aber immerhin geruchsfrei. Also der Herr natürlich.
Solche Situationen find ich immer total super.
Und jetzt kommt mir niemand mit krankhaften Schweißdrüsen oder so ein Käse. Das ist ein Märchen. Es gibt heute im Zweifel Chemiekeulen, Ärzte und - Yerka (wenn du dich schon mal gefragt hast, wieso Frisöre eigentlich nie nach Schweiß riechen).
Aber auch dann, wenn die Bahn alles richtig macht, die Temperatur also nahe dem Gefrierpunkt ist, gibt es so ein Phänomen, dass ich gerne als das Aquaphobie-Phänomen bezeichne.
So wie die Tage. Mann und Frau steigen ein. Offensichtlich kommt man gerade von einem Flug - sehr weit kann der nicht gewesen sein, die Sprache klang schwer nach Polnisch oder in die Richtung. Na jedenfalls war neben mir noch frei und natürlich lässt man neue Mitfahrer gerne sitzen.
Ui. Was kam da eine Duftwolke von der Frau neben mir. Odör de Schweiß - aber satt. In Kombination mit "bequeme Klamotten für den Flug seit 2 Wochen nicht gewaschen" ein wahrer Hochgenuß.
Ich hab fast gekotzt.
Ihr Mann steht direkt neben mir auf dem Gang. Klöten auf Augenhöhe - für mich nicht so die attraktive Perspektive. Aber immerhin geruchsfrei. Also der Herr natürlich.
Solche Situationen find ich immer total super.
Und jetzt kommt mir niemand mit krankhaften Schweißdrüsen oder so ein Käse. Das ist ein Märchen. Es gibt heute im Zweifel Chemiekeulen, Ärzte und - Yerka (wenn du dich schon mal gefragt hast, wieso Frisöre eigentlich nie nach Schweiß riechen).
Freitag, 27. April 2012
Kind mit PDA
"Ach wie süß" dachte ich, als ein kleines Kind (so ungefähr 3 oder 4) einstieg und sein kleines Köfferchen im Gang hinter sich her zog. Setzte sich zusammen mit ihrer Mutter schräg gegenüber von mir hin.
Dann fing die Kleine an mit ihrer Mutter zu quasseln, ich habe nichts verstanden aber war hin und weg, weil auch die Stimme so knuddelig war.
Kinder sind echt was Schönes, scheinbar ging das nicht nur mir so, auch andere Fahrgäste schauten irgendwie wohlwollend-lächelnd.
Dann öffnet die Mutter das kleine Köfferchen des Mädchens. Und kramt darin herum, Kind ruft lautstark nach einem bestimmten Spielzeug.
Mama legt der Süßen einen Kleincomputer auf den Tisch. Sie zieht sofort den Bedienstift und schaltet das Gerät ein.
Lautstarke Musik dröhnt durch den Wagen. Kind tackert auf dem Bildschirm herum und jede Berührung wird vom Computer mit einem lauten "Kapliiiiiiiiiing" bestätigt.
Plötzlich merkt man, wie in so manchen Gesichtern das Grinsen irgendwie steinernd wirkt.
Manche schielen schon auf das Schild "Ruhebereich" und murmeln etwas vor sich hin.
Ein einziger grinst breiter.
Kind gewinnt das Spiel und eine Gewinnermelodie ertönt. Sie hüpft dabei im Rhythmus auf dem Sitz herum.
Das steinerne Grinsen geht langsam in den Ausdruck der Verzweiflung über. Vereinzelt sieht man schon Augenpaare kreisen.
Der einzige grinst noch ein bisschen breiter und beginnt sich beinahe zu freuen.
Jetzt hämmert das kleine Mädchen noch wilder auf dem Gerät herum. Die Mutter telefoniert währenddessen mit ihrem Handy (Ruhebereich...) und teilt lautstark und fröhlich in einer asiatisch anmutenden Sprache irgendetwas ihrem Gesprächspartner mit.
Der Zug wird immer langsamer, ein Bahnhof nähert sich.
Der mit dem breiten Grinsen steht langsam auf, dreht sich zu seinen Mitfahrern und wünscht freundlich noch eine schöne Weiterfahrt.
Wenn Blicke töten könnten...
Kinder sind echt was Schönes, scheinbar ging das nicht nur mir so, auch andere Fahrgäste schauten irgendwie wohlwollend-lächelnd.
Dann öffnet die Mutter das kleine Köfferchen des Mädchens. Und kramt darin herum, Kind ruft lautstark nach einem bestimmten Spielzeug.
Mama legt der Süßen einen Kleincomputer auf den Tisch. Sie zieht sofort den Bedienstift und schaltet das Gerät ein.
Lautstarke Musik dröhnt durch den Wagen. Kind tackert auf dem Bildschirm herum und jede Berührung wird vom Computer mit einem lauten "Kapliiiiiiiiiing" bestätigt.
Plötzlich merkt man, wie in so manchen Gesichtern das Grinsen irgendwie steinernd wirkt.
Manche schielen schon auf das Schild "Ruhebereich" und murmeln etwas vor sich hin.
Ein einziger grinst breiter.
Kind gewinnt das Spiel und eine Gewinnermelodie ertönt. Sie hüpft dabei im Rhythmus auf dem Sitz herum.
Das steinerne Grinsen geht langsam in den Ausdruck der Verzweiflung über. Vereinzelt sieht man schon Augenpaare kreisen.
Der einzige grinst noch ein bisschen breiter und beginnt sich beinahe zu freuen.
Jetzt hämmert das kleine Mädchen noch wilder auf dem Gerät herum. Die Mutter telefoniert währenddessen mit ihrem Handy (Ruhebereich...) und teilt lautstark und fröhlich in einer asiatisch anmutenden Sprache irgendetwas ihrem Gesprächspartner mit.
Der Zug wird immer langsamer, ein Bahnhof nähert sich.
Der mit dem breiten Grinsen steht langsam auf, dreht sich zu seinen Mitfahrern und wünscht freundlich noch eine schöne Weiterfahrt.
Wenn Blicke töten könnten...
Porno in der Bahn
Manchmal frage ich mich ernsthaft, was mit machen Menschen eigentlich nicht stimmt.
So wie gestern. Ein Mitfahrer klappt seinen Laptop auf und liest irgendwelche Texte. Eigentlich völlig banal und nicht der Rede wert.
Üblicherweise schaut niemand auf den Bildschirm. Aber mich sprang förmlich eine Überschrift an "Kuschelige Latexlady"... ich dachte... was zum Geier...
Und automatisch musste ich natürlich immer mal wieder hinsehen. Von dieser Art habe ich noch mehrere Überschriften aufgeschnappt, teilweise sogar noch deutlicher (das spare ich mir hier mal).
Der Mitfahrer Anzugträger mittleren Alters.
Damit das nicht falsch rüberkommt: Ich habe absolut nichts gegen erotische Literatur. Aber solche Dinge gehören für mich nicht in den öffentlichen Raum. Denn es soll auch Leute geben, die sich bei solchen Themen in ihrer Würde verletzt sehen könnten - oder die diese Themen gar nicht erst sehen sollten (Kinder).
Dieses Verhalten ist ja so ähnlich als ob man in Badehose oder Bikini in italienische Kirchen marschieren würde... ach verdammt... das machen "wirsind Deutschland" ja auch gelegentlich...
So wie gestern. Ein Mitfahrer klappt seinen Laptop auf und liest irgendwelche Texte. Eigentlich völlig banal und nicht der Rede wert.
Üblicherweise schaut niemand auf den Bildschirm. Aber mich sprang förmlich eine Überschrift an "Kuschelige Latexlady"... ich dachte... was zum Geier...
Und automatisch musste ich natürlich immer mal wieder hinsehen. Von dieser Art habe ich noch mehrere Überschriften aufgeschnappt, teilweise sogar noch deutlicher (das spare ich mir hier mal).
Der Mitfahrer Anzugträger mittleren Alters.
Damit das nicht falsch rüberkommt: Ich habe absolut nichts gegen erotische Literatur. Aber solche Dinge gehören für mich nicht in den öffentlichen Raum. Denn es soll auch Leute geben, die sich bei solchen Themen in ihrer Würde verletzt sehen könnten - oder die diese Themen gar nicht erst sehen sollten (Kinder).
Dieses Verhalten ist ja so ähnlich als ob man in Badehose oder Bikini in italienische Kirchen marschieren würde... ach verdammt... das machen "wir
Donnerstag, 26. April 2012
Berge in der Bahn
Ok - dieses Posting fällt mir ein bisschen schwer.
Ich habe zwar einen guten Grund darüber zu schreiben, aber politisch korrekt wird das jetzt ganz sicher nicht. Denn ich hatte heute morgen eine Begegnung der Dritten Art - oder anders ausgedrückt:
So dann baue ich mir mal langsam eine Deckung auf und versuche im Schutz die Gedanken dahinter zu erläutern.
Ich selbst bin zwar nicht gerade schlank. Aber ich würde sagen gerade noch so im akzeptablen Bereich, ich finde noch Kleidung in Normalgrößen. Mein Platzbedarf entspricht in etwa der Norm - der normale ICE-Sessel ist für mich mehr als angemessen.
Heute steige ich aber in den ICE mit meinem reservierten Platz.
Und da saß er. Der Berg.
Ein Monster von einem Mann. Bauch an Tischkante, Knie am Sitz gegenüber, Arme vor der Brust verschränkt. Und zwar so verschränkt, dass die Ellebogen auf der einen Seite die Verkleidung ins Blech drückt und auf der anderen Seite meine Wenigkeit seitlich schräg sitzen muss, damit ich keine blauen Rippen kassiere.
Über eine Stunde lang musste ich in dieser "Sitz"-Haltung ausharren - mir tut nach mehreren Stunden immer noch der Rücken weh.
Sorry Leute - aber so geht das einfach nicht. Die Bahn kann ja schlecht nur XXXL-Bestuhlungen einbauen. Aber ihr könntet im Regelfall etwas weniger Essen. Natürlich dürfte ihr machen was ihr wollt - aber dann steht bitte auch dafür gerade und zahlt den Platz, den ihr real auch benötigt.
Aua, ja, ich verdiene die Schläge ja irgendwie auch, habe ich immerhin Jehova gebrüllt. Aber mal unter uns Gebetsbrüdern: Nervt euch das nicht auch? Denkt ihr wirklich nur "huppala ist der aber kräftig, naja bist bestimmt VOLL NETT so"?
Das geht übrigens nicht persönlich gegen den Herrn von heute morgen. Der war außerordentlich sympathisch, freundlich und ruhig. Ein vermutlich wirklich netter Mensch.
Aber meinen Haltungsschaden muss ich jetzt selbst geradebiegen. Wehe dem, der kurz danach im Flieger neben ihm gesessen hat - ausgestiegen ist er nämlich am Flughafen.
Ich habe zwar einen guten Grund darüber zu schreiben, aber politisch korrekt wird das jetzt ganz sicher nicht. Denn ich hatte heute morgen eine Begegnung der Dritten Art - oder anders ausgedrückt:
Fette sollten Aufschlag zahlen.
So dann baue ich mir mal langsam eine Deckung auf und versuche im Schutz die Gedanken dahinter zu erläutern.
Ich selbst bin zwar nicht gerade schlank. Aber ich würde sagen gerade noch so im akzeptablen Bereich, ich finde noch Kleidung in Normalgrößen. Mein Platzbedarf entspricht in etwa der Norm - der normale ICE-Sessel ist für mich mehr als angemessen.
Heute steige ich aber in den ICE mit meinem reservierten Platz.
Und da saß er. Der Berg.
Ein Monster von einem Mann. Bauch an Tischkante, Knie am Sitz gegenüber, Arme vor der Brust verschränkt. Und zwar so verschränkt, dass die Ellebogen auf der einen Seite die Verkleidung ins Blech drückt und auf der anderen Seite meine Wenigkeit seitlich schräg sitzen muss, damit ich keine blauen Rippen kassiere.
Über eine Stunde lang musste ich in dieser "Sitz"-Haltung ausharren - mir tut nach mehreren Stunden immer noch der Rücken weh.
Sorry Leute - aber so geht das einfach nicht. Die Bahn kann ja schlecht nur XXXL-Bestuhlungen einbauen. Aber ihr könntet im Regelfall etwas weniger Essen. Natürlich dürfte ihr machen was ihr wollt - aber dann steht bitte auch dafür gerade und zahlt den Platz, den ihr real auch benötigt.
Aua, ja, ich verdiene die Schläge ja irgendwie auch, habe ich immerhin Jehova gebrüllt. Aber mal unter uns Gebetsbrüdern: Nervt euch das nicht auch? Denkt ihr wirklich nur "huppala ist der aber kräftig, naja bist bestimmt VOLL NETT so"?
Das geht übrigens nicht persönlich gegen den Herrn von heute morgen. Der war außerordentlich sympathisch, freundlich und ruhig. Ein vermutlich wirklich netter Mensch.
Aber meinen Haltungsschaden muss ich jetzt selbst geradebiegen. Wehe dem, der kurz danach im Flieger neben ihm gesessen hat - ausgestiegen ist er nämlich am Flughafen.
Mittwoch, 25. April 2012
Der endlospeinliche Abschied
Auf einem Gleis weiter wurde ich Zeuge einer Situation, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Aber wenn euch von Paaren, die händchenhaltend und entscheidungsunfähig an der Wursttheke stehen schon schlecht wird, dann lest lieber nicht weiter.
Jedenfalls. Ich stehe auf meinem Gleis und starre mit außerordentlich intelligentem Gesichtsausdruck in die Unendlichkeit. Da fokussieren meine Augen selbständig auf ein kurioses Pärchen.
ER ungefähr 3 Meter 20 groß, Typ deutscher Michel. SIE geschätzte 70cm große richtig schicke Asiatin auf Highheels.
Er streicht ihr immer wieder am Kopf endlang und will sie offensichtlich küssen. Sie dreht den Kopf immer wieder seitlich weg und er darf ihre Wagen küssen (oder abschlecken - ich stand ja bestimmt 20m davon entfernt). Sie hat dann im Gegenzug auch seine Wage geküsst - sie war geschickt und konnte seinem Mund ausweichen. Er dann wieder so die sanfte Tour ausgepackt und die Stirn liebkost und dann die Ohren eingenässt...
Wenn er sie wieder seitlich anknabbert, dreht sie ihren Kopf in meine/unsere Richtung. Ihr Gesichtsausdruck sagt "oh man, wann ist das endlich vorbei, aber ich bin eine höfliche Asiatin und grinse einfach mal weiter". Immer wieder versucht sie sich aus seiner Schraubstockumarmung zu lösen, aber er ist körperlich einfach der dominante Typ (sonst schätzungsweise eher nicht, so wie der in Zeitlupe vorgeht... oO).
Irgendwann kann sie sich losreißen. Steht etwa 2m von ihm entfernt, er schaut wie ein treudoofer Dackel mit gesenktem Kopf in ihre Richtung (bei einem 3m-Mann eine durchaus nicht unlustige Haltung). Sie dreht sich dann auf den Hacken um und rennt fast schon Richtung Ausgang. Er geht schlendernd zu seiner Zugtür - und dreht sich nach jedem 2. Schritt um. Sie dreht sich gar nicht um.
Was lernen wir daraus? Jungs... wenn ein Mädel euch wiederholt die Wange zudreht und offensichtlich "begeistert" von euren Eislutsch-Phantasien ist... dann will sie nicht rumknutschen, ok???
Der Jung tat mir schließlich doch irgendwie ein bisschen leid. Ein klitzekleines bisschen jedenfalls. Ihre Erleichterung nach ihrem geglückten Befreiungsschlag hingegen war quer durch den ganzen Bahnhof zu spüren und hat uns alle irgendwie angesteckt.
Es ist skuril, was und wen man alles so beobachtet. Und man lernt daraus... die nächste Verabschiedung von der eigenen Süßen wird etwas männlicher durchgezogen ;)
Jedenfalls. Ich stehe auf meinem Gleis und starre mit außerordentlich intelligentem Gesichtsausdruck in die Unendlichkeit. Da fokussieren meine Augen selbständig auf ein kurioses Pärchen.
ER ungefähr 3 Meter 20 groß, Typ deutscher Michel. SIE geschätzte 70cm große richtig schicke Asiatin auf Highheels.
Er streicht ihr immer wieder am Kopf endlang und will sie offensichtlich küssen. Sie dreht den Kopf immer wieder seitlich weg und er darf ihre Wagen küssen (oder abschlecken - ich stand ja bestimmt 20m davon entfernt). Sie hat dann im Gegenzug auch seine Wage geküsst - sie war geschickt und konnte seinem Mund ausweichen. Er dann wieder so die sanfte Tour ausgepackt und die Stirn liebkost und dann die Ohren eingenässt...
Wenn er sie wieder seitlich anknabbert, dreht sie ihren Kopf in meine/unsere Richtung. Ihr Gesichtsausdruck sagt "oh man, wann ist das endlich vorbei, aber ich bin eine höfliche Asiatin und grinse einfach mal weiter". Immer wieder versucht sie sich aus seiner Schraubstockumarmung zu lösen, aber er ist körperlich einfach der dominante Typ (sonst schätzungsweise eher nicht, so wie der in Zeitlupe vorgeht... oO).
Irgendwann kann sie sich losreißen. Steht etwa 2m von ihm entfernt, er schaut wie ein treudoofer Dackel mit gesenktem Kopf in ihre Richtung (bei einem 3m-Mann eine durchaus nicht unlustige Haltung). Sie dreht sich dann auf den Hacken um und rennt fast schon Richtung Ausgang. Er geht schlendernd zu seiner Zugtür - und dreht sich nach jedem 2. Schritt um. Sie dreht sich gar nicht um.
Was lernen wir daraus? Jungs... wenn ein Mädel euch wiederholt die Wange zudreht und offensichtlich "begeistert" von euren Eislutsch-Phantasien ist... dann will sie nicht rumknutschen, ok???
Der Jung tat mir schließlich doch irgendwie ein bisschen leid. Ein klitzekleines bisschen jedenfalls. Ihre Erleichterung nach ihrem geglückten Befreiungsschlag hingegen war quer durch den ganzen Bahnhof zu spüren und hat uns alle irgendwie angesteckt.
Es ist skuril, was und wen man alles so beobachtet. Und man lernt daraus... die nächste Verabschiedung von der eigenen Süßen wird etwas männlicher durchgezogen ;)
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